Einstieg ins YouTube-Marketing, der digitaler Frühjahrsputz mit Gerhard Schröder in der 4. Folge von #SchrödersSchreibtisch. Eine Schritt für Schritt-Anleitung für den YouTube-Kanal, direkt als Video und hier im Blog als Artikel.

Der Weg zum YouTube-Video

Wie kommen Menschen auf einen YouTube-Kanal? Entweder sie kennen ihn bereits oder man bereitet seine Videos so auf, dass YouTube sie hoch ranked. YouTube ist eine große Suchmaschine. Genau wie bei Google und Co. gibt es hier einige Faktoren, die dein Video in der Suchliste höher ranken lassen, bedeutet: Dein Video wird in der Suchliste weiter oben angezeigt.


Es gibt Themenbereiche bei denen es nur 2 oder 3 Mitbewerber-Videos gibt. Allerdings ist das eher die Ausnahme. Meistens gibt es hunderte andere Videos zu diesem Bereich. Was kann ich also tun, damit mein Video besser gefunden wird?
Technische Dinge

Was macht ein potentieller Zuschauer im ersten Schritt? Die Videobeschreibung bleibt gerne außen vor, diese ist eher uninteressant. Was der User am ehesten macht, ist den Titel näher zu betrachten. Und vor allem schaut er sich das Vorschaubild an. Das ist das eigentlich wichtigere. Wenn ich das Video nicht richtig aufarbeite, habe ich da einfach irgendeine Szene aus dem Video als Anzeigebild. Das kann suboptimal sein. Ein schönes ansprechendes Bild lockt mehr User auf dein Video. 
Der erste Schritt im Frühjahrsputz ist also: Alle deine Videos haben ein aufgearbeitetes aussagekräftiges Vorschaubild. 
Zweiter Schritt: Die Kanaleinstiegsseite ist übersichtlich und der User kann sich ein Bild davon machen, was es auf diesem Kanal zu sehen gibt. Welche Themen werden behandelt? 
Wie man das erreicht? Indem man sich den Kanal genauer anschaut. Zunächst hat jeder Kanal eine Titelgrafik. Die sollte direkt so ausgerichtet sein, dass der Zuschauer weiß worum es bei dem Unternehmen geht. Diese Grafik wird allerdings viel größer hochgeladen. Das was ich am PC oder am Handy dann sehe, ist nur ein kleinerer Ausschnitt. Die Kernaussage sollte also in der Mitte des Bildes sein, sodass alle Endgeräte dies richtig anzeigen lassen. Rechts oben in der Grafik, kann man noch einen Link setzen zum Impressum. Das sollte man in jedem Fall auch tun! Daneben kann man auch zu anderen Webseiten verlinken. Die anderen Links befeuern sozusagen den Kanal, da die Suchmaschinen untereinander mit Links verbinden. Die vorgeschlagenen Videos, die auf der eigenen Seite angezeigt werden, kann man, nein sollte man, dort selber Einpflegen und verlinken. Damit verhindert man, dass Videos auf der eigenen Seite vorgeschlagen werden, die weder zum Thema noch zum Kanal passen. 
Playlists
Mehrere Videos thematisch zusammen legen. Es gibt mehrere spezielle Playlist Funktionen von YouTube. Einerseits gibt es eine mit den aktuellen Videos. Diese bietet sich an, wenn man wirklich regelmäßig neue Videos hochlädt. Hat man allerdings nur alte Videos oder Ladenhüter, dann sollte man diese Playlist vielleicht eher nicht verwenden. Stattdessen sollte man eher die selbst zusammengestellte Playlist benutzen. 
Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die Titelbild Designs. Man kann mit verschiedenen Titelbild Designs in großer Ansicht dem Zuschauer klar machen, was für Videos sich dort befinden. Sind es Interviews? Oder sind es Erklärvideos? Oder oder oder. Die Anzeigebilder zeigen also schon worum es gehen kann. Einheitlichkeit ist hier der Schlüssel. 
Kanal-Trailer
Ein Kanal-Trailer ist ein Video was meistens in ca. 45 Sekunden erklärt, worum es auf diesem YouTube Channel geht. Damit ein Erstbesucher, der noch kein Abonnent ist, weiß wieso er diesen Kanal abonnieren sollte. Macht es ihm schmackhaft! Am Ende jedes Videos gibt es immer die Handlungsaufforderung: Abonniere diesen Kanal. 
Abspannfunktion
Bei allen Videos sollte die Abspannfunktion einheitlich genutzt werden. Wenn der Zuschauer schon das Video bis zum Ende anschaut und immer noch kein Abonnent oder Käufer ist, dann will ich es mit dem Abspann schaffen, dass er endlich zu einem wird. Der Abspann bietet sich hierfür sehr gut an. Man kann zum Beispiel das Logo einblenden. Wenn man drauf tippt, dann kommt noch ein Abo-Button. Oder man blendet zwei Videos im Abspann ein, dann gelangt man zu diesem Video und es startet automatisch. So verbleiben die Zuschauer länger auf dem eigenen Kanal. Denn wir wollen ja Watch-time. Je mehr Zeit sich der Zuschauer mit deinen Videos beschäftigt desto wahrscheinlicher ist es, dass er deinen Kanal abonniert oder gegebenenfalls etwas kauft. Oder es gibt eine Abschlussgrafik, auf der dann alles wichtige zu sehen ist. Diese sollte dann nach jedem Video einheitlich auftauchen.
Infokarten
Diese Karten tauchen oben Links in einem Video auf. Hier kann man bis zu 4 Infokarten in einem Video einarbeiten. Das sind quasi Links die zu thematisch passenden Videos verlinken. Sehr praktisch. Man kann ebenfalls zu einer Playlist verlinken oder eine Umfrage starten. Des weiteren, könnte man auch auf eine Website oder Online Shop verlinken. Man muss bestimmte Rahmenbedingungen dafür erfüllen. Aktuell bedeutet das, dass man 30.000 Abonnenten hat. Oder man hat einen Gaming Kanal, dann braucht man nur 10.000. Außerdem braucht der Kanal eine bestimmte Anzahl von Minuten im Monat, die hochgeladen werden und sich Leute auch anschauen. Das ist also eher etwas schwieriger wenn man gerade anfängt mit seinem Kanal. 
Was ist ein gutes Video?
YouTube verwendet hier bestimmte Messzahlen, woran sie festmachen ob ein Video ein gutes Video ist. Die wichtigste Messzahl ist hier die Betrachtungsdauer. Also: Wie lange schaut sich jemand dein Video an? Jetzt könnte man natürlich meinen, dass man somit einfach nur sehr lange Videos machen muss, denn dadurch würde die Betrachtungsdauer automatisch steigen. Falsch gedacht. Die Aufmerksamkeitspanne eines Zuschauers liegt momentan bei ungefähr 8 Sekunden. Wenn dein Video es also in den ersten 8 Sekunden nicht schafft den Zuschauer davon zu überzeugen länger zu schauen, nützt es nichts dass dein Video eventuell 30 Minuten lang ist. Deine Betrachtungsdauer ist somit nicht abhängig von der Länger deines Videos. 
Hier eine Rezeptur eines mittellangen guten Videos:
10-15 Sekunden „Starkes Zitat“ (Teaser): Man geht direkt auf die wichtigste W-Frage ein. „Wieso sollte ich dieses Video weiter schauen?“
4 Sekunden Kanal-Intro mit dem Ziel den ganzen YouTube-Kanal zu präsentieren (Zeigt das Kanal-Versprechen und lädt somit zum Abo ein). Man erläutert sein Kanal-Versprechen: Worum geht es in dem Kanal und wie sieht die Regelmäßigkeit aus mit der Videos hochgeladen werden?
Variable Länge: Das eigentliche Interview. Der Hauptteil also.
10 Sekunden Abspann-Tafel
Für ganz kurze Videos würde ich das 4 Sekunden Intro nach hinten packen. Und für ganz lange Videos mit einem klassischen Vorspann starten und mit einem Abspann enden. 
YouTube bietet unter anderem eine Analytics Funktion an. Diese sollte in jedem Fall genutzt werden, wenn man mehr als 100 Aufrufe pro Video hat. 
Wer mehr dazu erfahren möchte schaut sich gerne das Video zu „Einstieg ins YouTube-Marketing an“. Hier erklärt Gerhard Schröder genauer, wie man mit dieser Funktion umgeht.