Podcast_Auphonic

Im dritten und letzten Teil unserer Reihe “Podcast-Produktion für Social Media Manager mit dem Smartphone” stellen wir eine weitere iOS-App vor: Auphonic.

[white_box]Vorab: Konzepte fürs Podcasten: Systematiken / Beispiele
Teil 1: Mobiles Podcasten: Technik-Check 
Teil 2: Hindenburg – Podcast-App für den mobilen & stationären Einsatz
Teil 3: Auphonic, die Smartphone-App (Dieser Teil)[/white_box]

Die Auphonic App

Ich bin nach meiner Recherche sicher – Brigitte Hagedorn hat Recht:

„Keine Zeit – das ist das meistgehörte Argument, warum Podcaster ihren Podcast einstellen oder nur unregelmäßig senden“.

Laut Auphonic könne dies ein Ende haben, durch den webbasierter Dienst, der die eigene fertige Audioaufnahme analysiert (= Audio Postproduktion) und dieser einen besseren Sound verpasst.

Mein Augenmerk liegt jetzt auf einem Podcast, aber Auphonic kann auch für die „Analyse“ von Radio-Shows, Audio-Büchern, Aufzeichnungen von Vorlesungen, Screencast und für Videoaufnahmen genutzt werden. Es wird stark Wert darauf gelegt, dass dies für den Anwender so einfach wie möglich geschieht. Dies nach dem Motto: „Du machst die Aufnahme, den Rest erledigen wir“ .

Was wird “ausgeglichen” mit der Podcast-App?

Die App gleicht unterschiedliche Lautstärken aus, Musik und Spache wird bereinigt, Hintergrundgeräusche und Störgeräusche sollen ausgeblendet werden.

Kosten

Das aktuelle Preismodell: Ich melde mich mit einem kostenlosen Account an. Ich kann Dateien kostenlos maximal 2 Stunden bearbeiten. Danach tritt nachfolgende Staffelung ein:

9 Stunden kosten 9 €, für 21 Stunden werden 18 €, für 45 Stunden werde 35 € und für 100 Stunden werde 69 € pro Monat belastet. Möchte ich flexibel ohne zeitliche Bindung bleiben, kann ich auch die 2 kostenfreien Stunden mit „One-Time-Credits“ upgraden.

Jetzt wo ich mich durch Hindenburg gekämpft habe, fällt es mir auch nicht so schwer, dass die Menüführung nur in Englisch möglich ist:

Ich wähle Productions in der Menüleiste.

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Zuerst richte ich unter Presets einen Namen ein.

Auphonic 2

Es folgen die Eingaben unter Metadata mit Titel, Künstler, Foto,…mit dem Häckchen bestätigen und fertig.

Auphonic 3

Nun den Button New Production anklicken und es öffnet sich ein Eingabefenster. Hier lade ich die zu bearbeitende Datei hoch oder starte eine New Audio Recording.

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Als Podcaster hätte ich ja eigentlich schon ein Intro und Outro, dies kann ich hochladen…

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Ich habe die Qual der Wahl: vier Korrekturmöglichkeiten sind geboten.

Noise Reduction, gefolgt von Adaptive Leveler: hier werden unterschiedliche Lautstärken innerhalb der Aufnahme reguliert. Durch die Loudness Normalization erhalten die einzelnen Dateien immer eine ähnliche Lautstärke (Durchschnittslautstärke). Beim Loudness Target empfehle ich die Einstellung für „Podcasts“. Durch den Korrekturmodus Filtering werden leise Störfrequenzen heraus gefiltert.
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Audio Output Formats: hiermit lege ich das Dateiformat fest:

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Mögliche Dateiformate:

Hier kann gewählt werden zwischen MP3, Ogg Vorbis, MP4 und WAV 16-bit PCM. Mit Start Production beginnt die Korrektur. Ich arbeite ja vom Handy aus und erhalte zusätzlich automatisch eine Mail mit dem Download-Link auf dem Auphonic Server. Dort werden die Dateien 21 Tage für jeden einzelnen Nutzer gespeichert.

Fazit: Das “Schweizer Taschenmesser des Podcastens”

Zwei Stunden kostenlose Nutzung reicht für Einsteiger auf jeden Fall. Eine 130 MB grosse wav-Datei hat als Korrektur keine 10 Minuten gedauert. Ein riesiger Wow-Effekt bei „vorher“ und „nachher“. Für mich ein Haken als Beginner: ich kann nur die ganze Datei korrigieren, klar ich kann mit Auphonic eine Audio-Datei aufnehmen, ich kann auch Pausen machen und Marker setzten, aber ich kann nicht wie bei der zuvor beschriebenen App Hindenburg selber schneiden, Sprachfehler korrigieren oder Atempausen kürzen. Will ich nur Auphonic nutzen, darf ich mich quasi bei der Aufnahme nicht versprechen, stolpern, oder ein „äh“ oder „mh“ sagen. Für einen Podcast-Beginner nahezu unmöglich. Für einen gleichbleibenden Standard mit Lautstärke etc. ist diese App zur Nachbearbeitung aber klasse.

Daher mein Vorgehen: ich kombiniere dieses beiden Apps:

  • Audio-Datei aufnehmen mit der Hindenburg App
  • Bearbeitung von Versprechern, Atempausen, etc. in dieser App

„Der Weg der Audi Datei“ aus der Hindenburg in die Auphonic-App: Beide Varianten sind kostenlos (google+-Konto mit YouTube Kanal oder Dropbox)

  1. Audio-Datei an mein Google-Mail-Konto senden und diese unter Privat nicht veröffentlichen in meinem YouTube Kanal speichern. Denn Auphonic unterstützt YouTube als externen Service, von dem eine Datei, in Auphonic hochgeladen werden kann.
  2. Oder ich nutze meinen Dropbox Account: auch hier wieder Mail senden und Datei in der Dropbox ablegen. Von dort Export in die Auphonic App: zuerst auf „weiterleite“ gehen, dann auf „Öffnen in…“, es folgt das Exportieren, nächster Befehlt in „Auphonic“ öffnen.

Unter “New Production” lade ich dann diese Datei hoch und starte die Korrektur.

Ich habe Variante 1 benutzt:

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Auphonic 9

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Und nun: „Call to Action!“

Macht mit – Feedback, Kommentare, Anregungen, Verbesserungsvorschläge, eigene Erfahrungen, alles das macht den Blog-Beitrag lebendig und sorgt für einen größtmöglichen Wissenstransfer:

„Habt Ihr eine Audio-App, die ihr bevorzugt? Wenn ja, welche und warum genau diese? Und wenn ja: bist Du bereits ein Podcast-Freak oder auch ein Beginner, Semi-Profi,…“. Wir freuen uns auf eure Meinung!

[white_box]Vorab: Konzepte fürs Podcasten: Systematiken / Beispiele
Teil 1: Mobiles Podcasten: Technik-Check 
Teil 2: Hindenburg – Podcast-App für den mobilen & stationären Einsatz
Teil 3: Auphonic, die Smartphone-App (Dieser Teil)[/white_box]