Zahlen, Daten und Fakten sind die Basis bei der Überzeugungsarbeit im eigenen Betrieb, auch für die Umstellung auf digitale Kommunikation. Im Gespräch mit Jan Hoßfeld, Podcaster und Unternehmensnachfolger, habe ich festgestellt: Ganz ohne Bauchgefühl geht es aber doch nicht.

Mit Podcaster Jan Hoßfeld im Gespräch über Video- & Online-Marketing

Vor ein paar Wochen sprach ich mit Jan Hoßfeld vom Podcast Follow-Up.fm über die Fragestellung… „Was wäre wenn ich eine Firma vom Vater übernehmen würde? Wie würde ich dem Vater und seiner althergebrachten Marketingvorgehensweise den Weg zur digitalen Kommunikation erklären?“ Ein Abschnitt unseres Gesprächs bildet die Grundlage der folgenden Zeilen (Kompletter Mitschnittt bei Jan Hoßfeld).

Veränderung in der Kommunikation: Ein langer Weg

Überzeugungsarbeit muss man vor allem in der Kommunikation, im Marketing oder im Vertrieb leisten. Wenn es darum geht, neue Kommunikations- oder Marketingmaßnahmen zu etablieren, sind erfahrenere Kollegen und Vorgesetzte nicht immer für neues offen.

Mit  Daten, Fakten und Zahlen lässt sich jedoch fast jeder überzeugen. In meiner Arbeit zeige ich potenziellen Kunden lieber agentureigene Praxisbeispiele, als lange zu diskutieren. Sicht- und messbare Erfolge überzeugen einfach eher als Grundsatzdiskussionen und theoretische Betrachtungen.

„Die Erfahrung zeigt, dass gegen Zahlen und Daten und Fakten relativ wenige Argumente hervorgebracht werden können.“ – Jan Hoßfeld

So können auch junge Mitarbeiter ihre Vorgesetzten und Kollegen von moderner Kommunikation, wie beispielsweise Social Media Marketing, überzeugen. Denn jede Maßnahme, egal ob sie aus der klassischen oder modernen Kommunikationsarbeit stammt, kostet personelle, finanzielle und zeitliche Ressourcen.

Es ist also egal, ob ich eine E-Mail-Kampagne, einen Brief oder einen Prospekt verschicke. Am Ende ist das Resultat entscheidend und nicht die Maßnahme, die dahinter steht.

„Was ist die Resonanz? Man schafft es wenigstens, dass sich 300 Leute das Video anschauen. Man hat damit vielleicht noch nicht den ersten Kunden, aber ein Anfang ist gemacht.“ – Gerhard Schröder

Video + Social Media = Video-Marketing, eine wirksame Kombination

Mit Videos, in Kombination mit Bild, Text und Audio, kann man tolle Werbung bzw. Werbemaßnahmen generieren. Ob im Vertrieb, dem Kundengespräch, der Ansprache von Mitarbeitern oder der Darstellung der eigenen Marke: Überzeugende und hochwertige Inhalte erreichen Menschen.

Verbindet man diesen Inhalte mit Social Media Marketing, ist man in der Lage, dieses Material mit gezielten Werbeformen an die richtige Zielgruppe auszuspielen. Man nutzt sein Videomaterial für eine Kampagne zur Leadgenerierung auf Facebook, spricht potenzielle Kunden gezielt an und baut eine Beziehung auf oder festigt bestehende.

„Wir haben die Möglichkeiten mit Bewegtbildern, mit dazugehörigen Texten, mit Bildern und vielleicht auch mit reinem Audio tolle Werbung oder Werbemaßnahmen zu generieren. Wir haben die Möglichkeit, das mit sehr zielgerichteten Werbeformen bei den richtigen Leuten zu platzieren.“ – Jan Hoßfeld

Mit Social Media Marketing und hochwertigen Videos lassen sich – bei gleichem oder geringerem Budget – oft bessere Ergebnisse erzielen wie mit klassischen Kommunikationsmaßnahmen.

Erfolge von Social Media Marketing Kampagnen sind allerdings schwieriger mit bloßen Daten, Fakten oder Zahlen zu belegen. Der Entscheidungsprozess, den die Zielgruppe hier durchläuft, ist nicht immer klar erkennbar bzw. nachvollziehbar. Hier braucht es auch viel Bauchgefühl und Erfahrung mit digitaler Kommunikation, um die gesuchten Ergebnisse auch zu finden.

„Man wird nicht genau eins zu eins nachvollziehen können, dass jemand über dieses eine Video direkt zu Dir gekommen ist. Am Ende siehst Du es nur im großen Gesamtverlauf und wenn Du ein Gefühl dafür bekommst, welcher Teil Deiner Kunden nicht über den klassischen Vertriebsweg zu Dir gekommen ist.“ – Gerhard Schröder

Social Media ist gut, persönlicher Kontakt ist besser

Was an solch einer Stelle nach wie vor am besten funktioniert? Greifen Sie zum Hörer oder treten Sie auf einem anderen Kommunikationskanal mit Ihren Kunden in Kontakt. Beginnen Sie Gespräche, etablieren persönliche Beziehungen.

So verstehen Sie den Entscheidungsprozess des Kunden schneller, und Sie wissen, an welcher Stelle am besten die Erfolgsmessung ansetzen kann.

„Plakativ vorzugehen ist nicht so klug. Manchmal musst Du Kunden die Zeit und den Raum geben. Sprich: Sie haben sich Dein Video angeschaut und ein paar Wochen später kommst Du vielleicht mit einer weiteren Werbemaßnahme: Die Leute tragen sich beispielsweise in Deinen Newsletter ein oder sie abonnieren Deinen Podcast. So etwas zahlt sich in der Regel erst langfristig aus.“ – Gerhard Schröder

Dies war ein verschriftlichte Zusammenfassung des Gesprächs mit Jan Hoßfeld. Mehr zu dem Thema auf Medium.com unter Argumente für Social Media Marketing & LinkedIn-Werbung. Eine weitere Podcast-Folge Videocontent für verschiedene Social Media Plattformen aufbereiten mit Michael Sonnabend vom Stifterverband ist in dem Blog-Beitrag 6 Bausteine für eine erfolgreiche Video-Strategie eingebunden. Kommende Woche geht der zweite Teil des Gesprächs an den Start, mit dem Schwerpunktthema „Podcast“.

 

%d Bloggern gefällt das: