KKKostern2015

Die Tage werden länger, wir werden morgens von Vogelgesang geweckt, die Pflanzen kriegen grüne Triebe und die Tiere bekomme Glücksgefühle und sind meist nur noch im Zweiergespann zu sehen. Es ist Frühling und Ostern steht vor der Tür!

Und welches Tier passt am besten zu Ostern? Natürlich die süßen kleinen Hasis – nebenbei auch unser liebstes freilebendes Haustier bei uns am Turm – aber was passiert dieses Jahr mit Ostern, wenn keine Hasen mehr da sind???

Beginnen wir am Anfang der Geschichte: Jenny im letzten Frühjahr

Es ist einfach so herrlich niedlich, wenn die kleinen Hoppler uns bereits morgens, auf dem Weg zur Turmtür vor die Füße springen! Unsere Hasis sind uns immer nah, denn sie leben unter unserem Turm – rundherum haben sie gleich mehrere Eingänge verteilt und manchmal legen wir ihnen ein bisschen Möhrengrün vor die Tür.

Im letzten Jahr – es muss kurz nach Ostern gewesen sein – hatte sich sogar ein kleines Hasen-Baby ins Innere des Turms verirrt. Ich ging die Treppe herunter und sah einen braun-grauen winzigen Schatten vor meinen Füßen ins anliegende Büro in der 1. Etage huschen. Ein lauter Schrei war die erste Reaktion meinerseits – „war das eine Ratte????“

Als ich meinen gesamten Mut wieder beisammen hatte war ich in der Lage, die Situation genauer unter die Lupe zu nehmen: rein ins Büro, Lage checken – hinter dem Whiteboard höre ich etwas – das Whiteboard ganz vorsichtig zur Seite nehmen uuund: ein winziges, süßes aber unheimlich verängstigtes Hasenbaby saß zwischen dem Whiteboard und der Heizung – herzzerreissend! Vieleicht wollte es mehr Möhrengrün haben? Wollte es sich den neuesten Youtube-Hit auf unseren Computern ansehen? Industriespionage? Oder es wollte einfach nur die große weite Welt entdecken. Egal was den kleinen Hasen in unserem Turm getrieben hatte – er fühlte sich ganz und gar nicht wohl und hatte seinen abenteuerlichen Entschluss wohl schon wieder bereut. Deshalb haben wir in Teamarbeit das kleine Wesen vorsichtig in eine Box gesetzt und wieder hinaus zu Mama und Papa gebracht. Zwar hat es sich nach der Befreiungsaktion nicht bei uns bedankt, wir sind uns seiner Dankbarkeit trotzdem sehr sicher! Zur Sicherheit und um weitere Verwirrungen zu vermeiden, haben wir ab diesem Zeitpunkt aufgehört Möhrengrün vor der Hasentür abzulegen.

Den gesamten Sommer über konnten wir unseren Babyhasen beim Wachsen zusehen. Fröhlich kauend sind sie über die Wiese gehüpft, haben gespielt und die Welt rund um den Tower of Power entdeckt. Wir haben damals keine Anzeichen erkennen können, an denen man das jetzige Hasenmysterium hätten voraus sehen können. Denn als der wenige Schnee des Winters abgetaut und der Frühling den Kampf gegen den Winter gewonnen hatte, wurde das Leere Gefühl in mir immer stärker – irgendetwas fehlte – aber was? Es wurde mir schlagartig klar, als ich eines Morgens im leichten Sonnenschein über die Wiese zum Turm ging: Da waren keine kleinen Gestalten mehr, die sich hoppeln aus meinem Blickfeld entfernten….

WO SIND DIE HASEN HIN????????

Bei meiner täglichen Zigarettenpause habe ich die Situation genauer unter die Lupe genommen und habe zunächst die Hasenlöcher rund um den Turm kontrolliert – sie waren fast alle zugeschüttet! Ich unterstelle jetzt einmal nichts und vermute einen heftigen – allerdings nur punktuellen Erdrutsch – der dazu führte, dass die Hasentüren ab jetzt verschlossen bleiben. Gut, wenigstens ein Zugang war noch frei (den hat der Erdrutsch wohl nicht entdeckt) und somit ging ich zumindest ein bisschen beruhigt zurück an meinen Arbeitsplatz.

Zwei nette Kollegen, Jaime und Mike, vor denen ich meine Besorgnis bezüglich der Hasen nicht verbergen konnte, versuchten mich zu beruhigen und versicherten mir, in diesem Jahr bereits mehrmals Häschen auf dem weitläufigen Land rund um unseren Turm gesehen zu haben. Da ich allerdings wenige Dinge ungesehen glaube, war ich noch immer skeptisch was den Verbleib der Basis betrifft. Nun, um eine Datenreihe zu erzielen, die mir Aufschluss über die Existenz der Hasen geben kann, betrachte ich seither die braunen Köttelchen auf der Wiese vor dem Turm genau – ganz Winnetou-mäßig auf Spurensuche. Leider war ich nie bei den Pfadfindern und habe daher überhaupt keine Ahnung, was mir die einzelnen Farbfacetten sagen sollen. Somit bleibt nur die Sorge um unsere Häschen. Und die Hoffnung, dass sie bis Ostern wieder erscheinen mögen, damit endlich diese Leere verschwindet!

In diesem Sinn wünschen wir allen Häschenfreunden und denen, die es vielleicht noch werden frohe und ganz ganz hasige Ostern!

Jenny „SteadyNator“ Janson

PS – von Gerd: Wir haben hier keine Hasen, sondern nur Kaninchen… 😉