Als kleines “Follow-Up” zur Sommerrunde des Verlagsstammtisch Pub´n´Pub zum Thema: Videos und Podcasts fürs Buchmarketing erhielt ich als Blog-Trainee vom GF Gerhard Schröder die Frage: Hörst Du gelegentlich den ein oder andern Podcast zu einem Lieblingsthema? (Update des Artikels am 17. 10. 2017)

Mein Einstieg in die Podcast-Welt

Egal, ob als Video-oder Audio Datei, egal ob als  Bildungsmedium, das man sich anhört/ ansieht, weil man sich in einem bestimmten-wissenschaftlichen-Bereich fortentwickeln möchte, oder als Privatperson, weil einem gewisse Themen  z.B. Sport, Musik, Fotografie, Kochen einfach Freude bereiten.

Es gibt viele verschiedene Formen von Podcasts. Ihnen gemeinsam ist allerdings das Anbieten von abonierbaren Mediendateien (sowohl Audio als auch Video) und die Unabhängigkeit von Sendezeiten. Der Zuhörer/ Zuschauer entscheidet selber, wann er sich seine auf seine speziellen Interessen ausgerichtete “Nachrichtensendung” anhört/ansieht.

Wundervoller Einstieg in die Welt des Podcasts von THE VERGE

Ich habe mich die letzten Wochen meines Blog-Praktikums mit dem Thema Podcast beschäftigt. Daher möchte an dieser Stelle zwei verschiedene Podcast-Formen gegenüberstellen und aufzeigen, nach welcher inhaltlicher Systematik diese aufgebaut sind und worin für das jeweilige Format Vor- und Nachteile bestehen.

Vernetzung mehrerer Podcast-Folgen: Trinity-Konzept

Diese Form des Podcasts eignet sich sehr gut, für regelmäßige z.B. wöchentliche Aufnahmen, da hier eine inhaltliche Vernetzung zwischen mehreren Folgen geschieht. Die ersten Folge eines neuen Podcasts steht etwas alleine, aber ab der zweiten kann das Trinity-Konzept schon angewendet werden. Es beruht immer auf dem selben Grundgerüst. Folge A verweist an B-> Folge B macht Rückverweis auf A und Ausblick auf C. Grafisch sieht das dann so aus:

Podcast-Konzept-Trinity-KreativeKK

 

Einleitung in die neue Podcast-Folge

Zunächst erfolgt eine kurze Begrüßung und ein eventuelles Intro (eine immer wiederkehrende Musik, die extra für den Podcast als Erkennungsmelodie dient). Es folgt im Idealfall ein Aufruf an die Hörer zur Interaktion mit dem Podcast über diverse Social Media Kanäle. Je nach Zielgruppe ist ein eigenes Twitter, Facebook oder Google+ Profil des Podcasts mit hohem Wiedererkennungswert -durch einheitliches Design- sehr vorteilhaft. Hier können Meinungen, Kommentare und Diskussionen aufkommen, die durch Teilen oder Liken nicht nur die Bekanntheit des Podcasts erhöhen, sondern auch zu weiterführenden Diskussionen zu verwandten Themen oder Vorstellungen führen können.

Podcasts, die häufig nach dieser inhaltlichen Systematik agieren sind, sind u.a. Neuland – Neues aus dem Internetz von Sascha Pallenberg und der #GeekTalk von Martin Rechsteiner, Tobias Hildebrandt und Achim Hepp. Beide sind Tech-Podcasts, die sich mit Neuigkeiten aus der Online-/ Mobilwelt und Themen wie z.B. Gadgets, Wearables u.a. beschäftigen. Sie erscheinen meist im wöchentlichen Rhythmus.

Im Weiteren folgt ein Rückblick auf die letzte Folge. Hier kann es eine kurze thematische Zusammenfassung geben, in die z.B. ein paar Hörer-/ Zuschauermeinungen/ Äußerungen eingebunden werden können. Diese Form der “Rückwerts-Interaktion” von den Podcastern zum Hörer/ Zuschauer schmeichelt diesem und erzeugt so langfristige Bindung. Dann erfolgt ein kurzer und knackiger Newsteil, der die wichtigsten Neuerungen der Branche, der Interessengemeinschaft ö.ä. prägnant und sachlich zusammenfasst.

Hauptteil, ebenfalls nicht ohne Aufforderung zur Interaktion

Nun sind alle gespannt auf das Hauptthema der Folge. Hierauf haben eigentlich alle gewartet, dieses aber im besten Fall nicht als “Wartezeit”, sondern als spannende Hinführung und kleine Audioreise empfunden, die einen Mehrwert durch die News, die Interaktion (gerade, wenn es noch die eigene war) geschaffen hat.

Podcast-Abschluß: Ausblick auf die kommende Folge

Nach dem eigentlichen Hauptthema dreht sich das 3-teilige Trinity-Konzept eigentlich einfach nur weiter. Statt der Rückschau gibt es im Anschluss eine Vorschau auf das Thema der nächsten Sendung. Letztlich endet die Folge mit einem erneuten Aufruf an die Hörer, sich aktiv zu beteiligen und thematisch auf allen Kanälen einzubringen. Gerne wird auch animiert Fragen zu stellen, die bis zur nächsten Sendung geklärt werden oder in den Shownotes weitere Infos zu durchstöbern (Zusatzinfos zum Thema, Links, Bilder).

Der klassische Talk-Podcast: Zwei Sprecher, ein Thema

Im Gegensatz dazu steht der systematische Aufbau des Fragezeichenpod – Wir übernehmen jede Folge und der neue Forschergeist-Podcast des Stifterverbands. Gegensatz bedeutet nicht ohne Plan und ohne Struktur, sondern auf andere Vorraussetzungen aufbauend und deshalb anders aufgebaut. Bei einer Kinderbuch/- Hörbuchreihe ist es nicht möglich, ewig neue Sendungen zu bringen, wenn man die bestehenden einmal Stück für Stück besprochen hat. Auch der Interview-Podcast Forschergeist geht diesen monothematischen Weg.

Diese beide Podcast-Formate gehören vom Konzept her zu den Klassikern im Podcast-Sektor: Ein wiederkehrender Sprecher (Forschergeist) lädt verschiedene Personen zum Gespräch zu einem einzigen Thema der Folge ein. Alternativ (Fragezeichenpod) treffen zwei wiederkehrende Sprecher zusammen für ebenfalls ein monothematisches Thema. Natürlich gibt es auch Talks ohne ein festes Thema, doch dies dürfte für viele Podcasts die Ausnahme sein.

Wie in dem Video von THE VERGE erwähnt, stellen verschiedene professionelle Podcast-Produzenten immer mehr Formate auf das Trinity-Konzept oder Variationen davon um. Doch auch der klassische Talk wird weiterhin seine Zuhörer finden.

Soviel von meiner Seite zum Thema Audio-Podcasts. Natürlich gibt es auch Video-Podcasts. Zu beiden Formen habe ich in den letzten Wochen eine Menge hier bei der KreativeKK lernen können. 😉

[white_box]

Neben den von Eva vorgestellten Podcasts habe ich (Gerhard Schröder) auch noch zwei Podcasts auf der Vorschlagsliste: Da wäre zum einen der neue Podcast-Folge von Annette Schwindt (In Sachen Kommunikation) mit der zweiten Ausgabe “Rückbesinnung (?) auf das eigene Blog” und…

…der erst im Januar 2014 startende Podcast “Was auf die Ohren” von Thorsten Runte:

Thorsten Runte, Ex-Musiker & Podcaster seit Mitte 2006 (Der drei ??? Fragezeichen-Podcast): “Ich arbeite als Konstrukteur in einer Firma, die Elemente für Highlevel-Lautsprecher entwickelt und herstellt. Und da bekanntlich ein Job auch abfärbt, interessiere mich auch privat für die Akustik die hinter den Tönen steht.”

Wir haben uns entschieden für diesen Podcast in 2015 als Sponsor aufzutreten.

Update 11.12.2014: Florian Krakau erwähnt in seinem täglichen Podcast diesen Artikel. Danke Florian!

[/white_box]

Falls noch Fragen offen sind, einfach einen Kommentar unter diesem Beitrag verfassen. Wir geben gern eine Antwort. Viel Spaß beim Reinhören in alle Podcasts und dem Einstieg in die Welt des Podcasts!

[white_box]Gefällt Dir dieser Blog-Tipp? 3 weitere, einfach umzusetzende Tipps:
1. Neun Ansätze für die Titelgrafik eines Blog-Beitrags
2. Wie man in einer Woche über 300.000 Abrufe auf eine Google+-Seite erhält
3. HowTo: Vorschaubild bei einem Facebook-Video editieren[/white_box]