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In den letzten Wochen machte eine spektakuläre App der Firma Microsoft von sich reden: Hyperlapse. Auch Instagram brachte vor einiger Zeit eine App mit dem gleichen Namen heraus. Aber was HEISST eigentlich „Hyperlapse“? Und was ist der Unterschied zu (Motion-) Timelapse?

Diese Beitragidee entstand durch eine Frage auf unserer Facebook-Fanpage. Falls es weitere Fragen rund um Foto/Video im Social Web gibt: Wir machen gern eine ganze Beitragsreihe daraus.

Timelapse (Zeitraffer)

Bei einem Zeitraffer werden Filmszenen wie beim „Videovorspulen“ sehr schnell abgespielt. Wichtig dabei: Die Kamera befindet sich statisch/fest auf einem Stativ. Diesen Effekt kennen sicher alle Fans von „House of Cards“ aus dem Vorspann. Um den geschätzten Blog-Lesern ein Beispiel zu geben haben wir in diesem Vine unser kleines Firmengebäude in Szene gesetzt.

Danke an Jaime Mourato und unseren ehemaligen Video-Praktikanten Björn Stankewitz für die Aufbereitung!

Sonderform „Motion Timelapse“

Bei einem Motion Timelapse bewegt sich die Kamera zwischen den Szenen immer ein ganz klein wenig weiter. Dazu nutzt man üblicherweise ein Dolly oder ein Slider (Kameraschienensystem). Wir verwenden dazu den SliderPLUS mit Action Modul von Edelkrone. Die wahre Kunst ist aber die  anschließende Bearbeitung der einzelnen Bilder zu einem Video. Auch dazu gibt es einige Szenen im Vorspann von „House of Cards“-Style. Als Beispiel hier eine Szene aus einem unser aktuellen Videos für die Spielbank Hohensyburg in Dortmund. https://www.youtube.com/watch?v=OOhseoiU8ys

Hyperlapse

Bei einem Hyperlapse wird die Kamera nicht nur wenige Millimeter oder Zentimeter zwischen zwei Bildern bewegt, sondern große Strecken. Es können sogar mehrere (hundert) Meter zwischen zwei Bildern liegen. Aus diesen einzelnen Foto-Aufnahmen wird dann ein ganzes Video zusammengesetzt. Hier ein kurzes Demo-Vine mit der „Kamera-Bewegung“ (die Beine „gehören“ unserem Art-Director Mike Schwinger):

Die wahre Kunst ist es dabei aus diesen vielen, mehr oder weniger verwackelten Aufnahmen ein stabile, ruhige Aufnahme zu erzielen. Dazu nutzen wir verschiedene, komplexe Software-Tools und Hardware-Lösungen direkt beim Video-Dreh. Wer eine einfache Lösung für den mobilen sucht, sollte sich die Hyperlapse-App von Microsoft anschauen. Mehr dazu im übernächsten Abschnitt.

Was genau macht die Instagram-Hyperlapse-App?

Eigentlich ist die App sehr simpel: Wie mit jeder normalen Smartphone-Video-App wird zuerst gefilmt. Die App wählt für den fertigen Film nur jedes x-te Bild aus und erzeugt so einen Zeitraffer/Timelapse. Die Bildstabilisierungsfunktion dieser Smartphone-App ist schon sehr gut. Statt eines eigenen Videos binde ich hier ein Video von THEVERGE ein:

Was ist das Besondere an der Microsoft Hyperlapse-App?

Gerade die Bildstabilisierung der einzelnen Szenen ist die echte Herausforderung bei Hyperlapse. Die Magie der Microsoft-App ist eine wundervolle Umsetzung dieser Stabiliserungsaufgabe. Zur Zeit gibt es diese Smartphone-App nur für Android-Smartphones (und Windows-PCs).  Zur genaueren Erklärung gibt es ein Video des Entwicklers. Weitere Details zu diesem Verfahren werden in diesem weiteren Video beschrieben. Unser Kameramann Jaime Mourato hat mit seinem Android-Handy den Weg vom Firmenparkplatz bis zu unserem Stellwerk gefilmt…

Der Weg zum #stellwerk in 15 Sekunden #zechezollverein #triplez

Ein von KreativeKK (@kreativeskk) gepostetes Video am

Hyperlapse mit Google Streetview

Die Idee des Hyperlapse lässt sich mit einem Tool von Google StreetView noch weiterspinnen. Aus einer vom User definierten Strecke erstellt Google einen Film mit dem Bildmaterial der Street-View-Autos.

Neue Sonderform des Timelapse: „Time-lapse Mining“

Eine sehr neue Idee ist das „Timelapse Mining“, bei dem aus tausenden von Urlaubsfotos aus dem Internet ein Gesamtfilm erzeugt wird. So können fantastische Zeitraffer-Videos „über mehrere Jahre“ hinweg erzeugt werden.

Beiträge zu ähnlichen Themen in unserem Blog: 1. Weitere Hyperlapse-Beispiele: Vine-, Instagram- und YouTube-Videos aus einer Hand 2. Endlos-Videoformat Vine: 3D-Welten in Vine erschaffen (Schülerpraktikant Niklas) 3. Instagram: Videoschnitt für Instagram (Selbstversuch) 4. Instagram, Vine & Youtube: Beispiel einer umfassenden Video-Produktion 5. Instagram: Kurzvideos zur Dokumentation einer Fachtagungen

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