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Social Media und die Medien: Beispiel „Erde 3.0“

Manche Ideen gehen verschlungene Pfade im Web. So war der Weg von einem gigantischen Granitblock ins Handelsblatt nur mit ein wenig Hilfe durch die Gruppe „Erde 3.0“ auf LinkedIn powered by Siemens möglich.

Im August 2010 begann Herr Prof. Dr. Eduard Heindl mit seinen Überlegungen zu einem einfachen, aber effizienten Energiespeicher. Er patentierte direkt das Konzept und nutze die Idee für zwei Tagungsbeiträge und verwies von seinem persönlichen Blog heindl.blogspot.com auf einen der Vorträge.

Direkt danach, am 14.09.2010 veröffentlichte Prof. Dr. Heindl  einen Beitrag auf der Website SolarServer.de mit dem Titel Hydraulische Energiespeicher für den Ausbau der Erneuerbaren und stellte dort die Idee eines Energiespeichers in Form eines großen Felsens vor. Energie in Granit speichern? Hört sich spannend an, dabei ist die Idee verblüffend einfach.

Lageenergie Speicher

Mit der Kapazität des Tagesbedarfs an Strom in Deutschland kann der
Lageenergiespeicher das Problem der schwankenden erneuerbaren
Energiequellen lösen. Die Energiedichte […] und der Preis von weniger
als ein Euro pro kWh Speicherkapazität sind sensationell. Keine
Umweltbelastung durch Chemikalien oder Radioaktivität.

Erst als er seinen Vorschlag circa 4 Monate später in der Gruppe „Erde 3.0“ unter der Überschrift Preiswerter Energiespeicher für 1600 GWh erfunden! vorstellte, fand eine Diskussion statt. Schnell kamen über 30 Kommentare von Energie-Experten und -Interessenten zustande.

Die Redaktion von Spektrum der Wissenschaft griff danach das Thema auf und verfasste einen Artikel zu dem Thema: Pumpspeicherkraftwerk auf Granitblockbasis und brachte den Artikel wieder in die Gruppe ein. Am 22.01.2010 nahm dann im Rahmen einer redaktionellen Kooperation das Handelsblatt mit Spektrum die Idee auf: Ein Granitblock voller Energie.

Prof. Dr. Heindl zu dem Konzepterfolg:

Durch das Kommunizieren in der Gruppe „Erde 3.0“ wurde in kurzer Zeit mein Vorschlag bekannt. Dank der Aktivitäten in der Gruppe und des daraus resultierenden Artikels im Handelsblatt erhielt ich inzwischen Anfragen aus dem In- und Ausland. Direkte Gespräche führe ich zur Zeit mit einem namenhaften deutschen Energiekonzern. Neben den von mir vorgeschlagenen Standorten Harz und Schwarzwald diskutieren wir auch eine Anlage in einem ehemaligen Braunkohlebergwerk. Mit ausländischen Investoren sindAnlagen an der Küste in Planung.

Seine Gedanken zur Gruppe Erde 3.0:

Die Gruppe „Erde 3.0“ bietet eine ideale Plattform um neue und alte Ideen mit einer langfristigen Perspektive zu diskutieren. Manche Ideen, wie zum Beispiel die von riesigen Drachen als fliegende Windräder sind schon 2006 in einem TED-Talk von Saul Griffith vorgestellt worden. Es müssen entsprechende Materialprobleme gelöst werden und dann kann plötzlich eine „alte Idee“ hochaktuell werden. Die Gruppe bietet für solche Projekte eine gute Plattform.

Gerhard Schröder, Geschäftsführer von KreativeKK ist Projektansprechpartner für den Sponsor. Weitere Informationen zur Gruppe Erde 3.0 finden Sie unter Siemens setzt auf “Erde 3.0″